Webdesign und SEO Blog trifft – Heute Ulf Theis von www.ulf-theis.de

interviewDer Webdesign und SEO Blog setzt heute seine Reihe von Interviews mit Mitgliedern der deutschsprachigen Internet- und  Blogging Scene fort. Heute treffe ich Ulf Theis von www.ulf-theis.de bereit erklärt mir einige Fragen zu beantworten.

Frank Hamm: Hallo Ulf, viele in der Blogger Scene kennen dich ja, nicht zuletzt als Fachmann für WordPress. Aber für die übrigen. stell dich doch bitte meinen Lesern doch kurz selbst einmal vor. Wo und wie lebst du, womit verdienst du deinen Lebensunterhalt, seit wann beschäftigst du dich mit dem Internet und wie bist du dazu gekommen.

Ulf Theis: Nun ja, Fachmann für WordPress ist ein wenig übertrieben und ich denke meine Stärken liegen eher im Screendesign und Coding. Zwar beschäftige ich mich sehr intensiv mit WordPress, dies jedoch nur für meine eigenen Zwecke und weniger für die Öffentlichkeit.

Aber kurz zu meiner Person. Ich bin 32 Jahre alt und wohne im schönen und idyllischen Saarland, genauer gesagt in dem kleinen Zweitausend-Seelen-Ort Tholey, welcher im nordöstlichen Teil des Saarlandes, am Fusse des Schaumberges schlummert. Ich bin seit 7 Jahren Selbstständig und arbeite als freiberuflicher Web- und Grafikdesigner von zu Hause aus. Davor habe ich mehrere Jahre in Internetagenturen fest, aber auch als Freier Mitarbeiter gearbeitet.

Dem Umstand, Selbstständig zu sein, verdanke ich auch die Tatsache, dass ich den Arbeitsweg von meinem Schlafzimmer zu meinem Büro auf nur noch wenige Meter reduzieren konnte und ich somit den Vorteil genieße, bequem von zu Hause aus arbeiten zu können. Meinen Lebensunterhalt bestreite ich also durch meine eigene Arbeit, genauer gesagt durch Design und Realisierung von E-Commerce Projekten, genauer gesagt von E-Commerce Online-Shops.

Mit dem Internet in Berührung kam ich zum ersten mal Mitte der Neunziger Jahre, damals noch mit 14.4er Modem und analogem Telefonanschluss über schweineteuren AOL-Zugang. Und mit schweineteuer meine ich auch schweineteuer, denn AOL kostete die Stunde 6,- DM und die Telefongebühren lagen nochmals um den Dreh von 4,- DM herum. Sprich 1 Stunde surfen mit einer Geschindigkeit jenseits von Gut und Böse kosteten zu meiner Anfangzeit noch rund 10,- DM. Suchmaschinen wie Yahoo oder Exite lagen noch in ihren Grundzügen und bis Google das Licht der Welt erblicken sollte, mussten noch gut 3 Jahre ins Land ziehen. Es gab also sehr wenig und dieses Wenige zu finden war ohne gescheite Suchmaschine obendrein auch noch verdammt mühselige Recherche.

Meine ersten Schritte mit dem Thema Webdesign machte ich dann so um 1997 herum, damals noch mit dem MS Texteditor und zusätzlich MS Excel zur Stukurierung der Tabellen und des damals spartanischen Layouts der Seiten.

Frank Hamm: Wenn ich richtig informiert bin verdienst du deine Brötchen mit Einrichtung, Gestaltung, Design und Optimierung von xt:Commerce basierenden Online-Shop Systemen, die du selbst unter http://www.ulf-theis.de präsentierst. Wenn Du heute noch einmal ganz neu starten könntest oder müsstest, was würdest du anders machen?

Ulf Theis: Nun ja, im Großen und Ganzen habe ich eigentlich in all den Jahren fast alles richtig gemacht. Als ich vor 7 Jahren die Internetagenturen hinter mir gelassen habe und den Weg in die Selbstst‰ndigkeit wählte, musste ich mich auf ein bestimmtes Segment festlegen. Zwar versuchen Webdesigner immer in allen Segmenten ihre Leistungen, anzubieten, ich persönlich bin jedoch für Spezialisierung der Arbeit.

Ich musste mich also auf einen Bereich spezialisieren. Open-Source Shopsysteme (wie damals OSCommerce) waren in meinen Augen ein zukunftsträchtiger Markt,
dem ich großes Potential einräumte. Genauer gesagt der Individualisierung eines Shops basierend auf diesem System, denn damals sah jeder Shop bis auf Logo,
Farbe und Schrift einfach immer gleich aus, denn anders als ich, räumten wohl nur wenige andere Designer oder Agenturen diesem Segment besondere Aufmerksamkeit ein.

Man darf nicht vergessen, dass zu meinen Anfangszeiten noch die Nachwehen der dot.com-Pleite in der Luft hingen und das Internet immer noch darunter zu leiden hatte (Siehe dazu meinen Artikel http://www.ulf-theis.de/allgemein/web-20-startups-und-dienste.html). Die Bereitschaft, nochmals Geld in aufwenige Internetpräsenzen zu stecken war also sehr gering und von kleinen Webpräsentationen kann man als selbstständiger Webdesigner nur schwer über die Runden kommen.

Nichtsdestotrotz begann ich damals also in Kooperation mit einem Programmierer, individuelle Templates und Funktionsänderungen für OSCommerce anzubieten
und hatte nach kurzer Zeit das Glück, bzw. wohl auch aufgrund des geringen Angebotes, erste Kunden gewinnen zu können. Als 2003 basierend auf OSCommerce eine neue OpenSource Shopsoftware startete, sattelte ich direkt von OSC auf das neue xt:Commerce um. Seither bin ich der Software auch treu geblieben und arbeite noch bis heute damit. Nur das ich seit gut 2 Jahren eine von mir und einem befreundeten Programmierer überarbeitete Version von xt:Commerce im Einsatz habe und diese als Grundlage für meine Projekte nehme.

Das einzige was ich aus heutiger Sicht betrachtet, anders machen würde, wäre die Registrierung meiner Domain ulf-theis.de zu einem früheren Zeitpunkt.
Meine erste Domain registrierte ich bereits um 1997/98 herum, allerdings nicht meine heutige ulf-theis.de. Damals wechselte ich noch häufig die Namen meines Webprojektes und erst 2002 ergab sich aus meinem bis Dato privaten Grafik und Design Projekt meine heutige Seite ulf-theis.de.

Nun gut, damals wusste ich noch nicht, welch wichtiger Faktor einmal das Alter einer Domain werden sollte. Auch hielt ich mich mit der Registration von
Domains zurück, bzw. registrierte nur Domains zur Thematik Design. Was hätte ich mir gute Domains registrieren können und diese heute gewinnbringend
verkaufen können. Aber wie gesagt, diesbezüglich habe ich damals einfach nicht den Schuss gehört und gepennt. Wenn ich also etwas anders machen würde, dann die Registration von Domainnamen und natürlich die frühe Registrierung meiner heutigen Domain.

Frank Hamm: Auf http://www.ulf-theis.de bloggst Du ja auch über valides & barrierefreies Webdesign, Benutzerfreundlichkeit, SEO und Corporate Identity.
Wie bist du dazu gekommen? War der Anfang schwierig? Kannst du mit deinem Blog auch Einnahmen generieren, oder dient er eher dazu dich bekannter zu machen?
Wenn Du Einnahmen generierst, welche Kanäle setzt du dafür ein, und natürlich nur wenn Du darüber sprechen magst – wie viel konntest du letzten Monat mit deinem Blog einnehmen?

Ulf Theis: Nun ja, darüber blogge ich eher weniger, sondern biete es als Dienstleistung an. Nur wenige Webdesigner im Bereich Webshop Design, entwerfen und realisieren ihre Online-Shops valide und benutzerfreundlich. Hauptsächlich blogge ich zum Thema Grafik und Design, sowie auch zu diverser Software.

In der Beziehung Geld verdienen durch bloggen bin ich wohl doch etwas altmodisch eingestellt, denn genau wie ich nicht über mein Einkommen sprechen würde,
spreche ich auch nicht über meine Einnahmen durch den Blog bzw. meiner Seite. Dieser Trend bzw. “Schwanzvergleich” diverser Blogs mit Ihren monatlichen
Einnahmen ist mir eh ein Rätsel und zeugt in meinen Augen auch nicht gerade von besonderer Weitsicht.

Frank Hamm: Wie verlief der Start und wie hast du deine Arbeit bekannt gemacht? Welche Vermarktungsmaßnahmen waren besonders effektiv? Welche Einnahmequellen setzt du ein und wieso? Welche Erfahrungen hast du bei der Monetarisierung gemacht?

Ulf Theis: Mein Einstieg in die Blogspähre war eher zufällig und auf dem Blogteil meiner Seite liegt daher bis heute auch nicht meine Priorität. Da meine Seite bereits lange vor den Blogs existierte, verfügte Sie aufgrund meiner vielen Photoshop-Tutorials und anderer Angebote schon lange bevor ich auf WordPress umgestiegen bin, über viele tägliche Besucher. Damit hatte ich also gegenüber einem frischen Blog einen dicken Bonus. Zu dem Zeitpunkt, als ich die Seite als Blog umstrukturierte,  hatte sie schon insgesamt gut 1.5 Mio Besucher gehabt und war in der GFX-Szene sehr gut bekannt.

Als ich also im Januar 2007 mit dem neuen Blog auf der Domain gestartet bin, hatte ich schon eine sehr gute Basis und konnte durch den Einsatz von WordPress, den Artikeln und nicht zu vergessen der enormen Suchmaschinen-Optimierungsmöglichkeiten von WP meine Besucher in kurzer Zeit verdreifachen (heute sind es durchschnittlich 2.500-3.000 täglich).

Allerdings muss ich sagen, dass dies eben weniger an meinen Artikeln liegt, als vielmehr an den bei mir angebotenen Inhalten wie den Photoshop Tutorials und vor allen Dingen den kostenlosen Schriftarten. Diese Bereiche bzw. Angebote sorgen für den Löwenanteil meiner täglichen Besucher und genau diese Bereiche haben auch über die Jahre hinweg für eine extrem gute Verlinkung meiner Seite gesorgt. Von daher muss ich nur wenig zur Verbreitung meiner Seite beitragen, denn das erledigt sich glücklicherweise fast von selbst.

Zur Monetarisierung des Blogs bin ich erst vor etwa 1 1/2 Jahren übergegangen und habe damals mit Google AdSense erste Erfahrungen gemacht. Heute ist AdSense jedoch von meiner Seite verbannt und durch Contaxe ersetzt worden, denn mit AdSense habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Täglich musste ich gut eine Stunde aufbringen, um die AdSense Anzeigen zu optimieren und natürlich um Konkurenzangebote auszufiltern. Gut, der private Blogger hat dieses Problem wohl eher weniger, aber ein Gewerbetreibender wie ich muss da bedeutend mehr administrativen Aufwand betreiben und Zeit investieren.

Es macht keinen Sinn für mich, wenn neben meinen Dienstleistungen für individuelle Webshop Designs eine AdSense Werbung für “xy low cost shop templates” prangert. Zuletzt gefiel mir auch einfach nicht, wie sehr ich meine ansonsten für mich gute Artikel- und Seitenstruktur, durch die Anzeigen beeinträchtigen musste.

Auch die Einnahmen in Dollar und die 6-8 Wochen Wartezeit auf Auszahlungen taten ihr übriges, dass ich Adsense schon nach nur 3 Monaten wieder aus meinem Blog verbannt habe. Mit Contaxe hingegen habe ich nach nur einem Tag Einstellung und Optimierung bereits doppelt soviel an täglichen Einnahmen generiert wie mit AdSense nach 3 Moanten mühseliger Optimierungsarbeit. Auch verwende ich nur die Highlighter Anzeige, sprich Verlinkung einzelner Keywords in meiner Seite auf Artikel oder Angebote
und keine Anzeigen mehr wie bei AdSense. Von daher ist Contaxe mein klarer Favorit und man sollte sich auch nicht davon täuschen lassen, das AdSense der größere und Contaxe ein relativ kleiner Anbieter ist. Auch bin ich bei Hallimash und Trigami, allerdings habe ich aufgrund meiner hohen Auftragslage momentan kaum noch die Zeit überhaupt einmal neue Artikel in meinem Blog zu verfassen, geschweige denn werbefinanzierte.

Frank Hamm: Welche konkreten Tipps kannst du Lesern geben, die vor haben einen Blog ganz neu aufzubauen und bisher keine oder wenig Erfahrungen mit dem Bloggen haben? Was sind diesbezüglich deine wichtigsten Erfahrungen?

Ulf Theis: Über diese Thematik, da bin ich sicher, könnte man ganze Bücher füllen. Es ist mehr oder weniger das Hauptthema vieler Blogs, wie selbige denn zum Erfolg geführt werden können und welche Optimierungsmethoden es gibt. Mein Tipp ist schlicht und ergreifend Individualität. Aus der Masse durch Optik, Thematik und Inhalt herausstechen. Nicht schauen, was andere tun und schreiben, sondern selbstständig an neuen Ideen feilen und Artikel ausarbeiten.

Nicht immer die Themen anderer aufgreifen und diese breit treten, sondern eigene und neue Themen gestalten und ausarbeiten. Bei der Fülle an Blogs natürlich sehr schwer, aber keiner braucht noch mehr “Geld verdienen durch bloggen” Blogs, denn die werfen sowieso in den meisten Fällen nur mit halbgarem Unwissen und haarstreubenden Methoden die jedes grundwirtschaftliche Prinzip über den Haufen werfen, um sich. Für meinen Teil sind Individualität und Raffinesse bei der Auswahl der Themen und dem Schreiben der Artikel mit der wichtigste Schlüssel auf dem Weg zum Aufstieg aus der Masse.

Frank Hamm: Warst Du dieses Jahr auf der Cebit? Wie ist deine persönliche Meinung zu der Veranstaltung?

Ulf Theis: Nein, war ich nicht und das letzte mal, dass ich die CeBit besucht habe, liegt auch schon viele Jahre zurück. Für mich und meine Arbeit ist sie völlig unbedeutend.

Frank Hamm: Wenn Du mal nicht vor dem Rechner sitzt, womit beschäftigst Du dich privat? Hast du Hobbys die ganz ohne Computer funktionieren?

Ulf Theis: Da wird die Luft schon dünn. Als Selbstständiger ist Freizeit ein sehr geringer Luxus und da ich i.d.R. täglich min. 12 Stunden am Rechner arbeite, ist der Tag fast schon vorbei, wenn ich den Computer ausschalte. Während der Woche verbringe ich den restlichen Abend daher meist ganz ruhig mit meiner Freundin. Da auch der Samstag bei mir ein regulärer Arbeitstag ist, fällt auch mein Wochenende entsprechend dürftig aus, aber für eine lockere Partie Skat in der Kneipe mit Freunden findet sich immer Zeit. Ansonsten lese ich gerne, während ich wasserpfeifenrauchend auf meinem Sofa liege und versuche den Kopf wieder frei zu bekommen. Zu guter letzt gehe ich jeden Sonntag schwimmen, damit der Hintern vom vielen sitzen nicht allzu sehr in die Breite geht. Also eher unspektakulär und alles mit dem Hintergedanken, die Arbeit auszublenden und etwas Entspannung zu finden.

Frank Hamm: Was denkst du in wieweit sich die aktuelle Finanzkrise auf die Arbeit der Webworker auswirken wird. Spürst Du selbst schon etwas bei deinen Kunden?

Ulf Theis: Für die Allgemeinheit der Webworker kann ich dies nicht sagen, für mich persönlich war die Finanzkrise bisher sogar eher ein Schub. Das mag jetzt befremdlich klingen, jedoch entstehen bei einer solchen Krise gewisse Existenzängste bzw. Angst den Job zu verlieren bei den Menschen und diese versuchen nun sich möglichst ein zweites Standbein aufzubauen. Der Weg zu einem eigenen Online-Shop scheint da bei sehr vielen Leuten nahe zu liegen, denn seit Beginn der Krise hat sich meine ohnehin schon hohe Auftragslage nochmals gesteigert, weswegen ich jetzt schon mind. 5-6 Monate im Voraus ausgebucht bin.

Die meisten dieser Neuaufträge sind Privatpersonen, welche nun zu ihrem regulären Job versuchen, im E-Commerce Fuß zu fassen und durch den boomenden Online-Handel einen lukrativen Nebenerwerb zu starten. Wie aber schon erwähnt bin ich auf die Realisierung von Webshops spezialisiert, wie es in anderen Bereichen (sprich reine Firmenpräsentationen bzw. Webvisitenkarten oder Lösungen auf CMS-Basis wie Typo3) läuft bzw. sich dort die Krise auswirkt, dazu kann ich keine Prognose geben.

Frank Hamm: Was denkst Du können wir für die Zukunft des Webworkings allgemein und das Bloggen im besonderen im Web erwarten? Planst du noch andere Projekte?

Ulf Theis: Die Blogs schlagen jetzt schon einen neuen Weg ein und werden mehr und mehr zum Marketing-Instrument. Das Blog als Tagebuch im ursprünglichen Sinne hat, denke ich, schon jetzt im weitesten Sinne ausgedient. Blogs werden sich spezialisieren und mehr themenbezogen schreiben und veröffentlichen. Die rein privaten Blogs, über das eigene treiben und werkeln werden also, wie damals schon vor vielen Jahren die “meine eigene Homepage” Seiten, nach und nach verschwinden.

Schon jetzt werden die Inhalte, welche früher die Artikel der Blogs stellten, mehr und mehr auf externe Dienste wie Twitter ausgelagert, da viele dadurch ein größeres Publikum und Leser finden. Die momentan schier nicht enden wollende Flut an neuen Bloggs wird sich also drastisch verringern und durch diverse Kommunikationsplattformen wie eben z.B. Twitter ersetzt werden.

Ich selbst plane vorerst keine neuen Projekte, da mir jetzt schon die Zeit fehlt, meine Seite aktuell zu halten. Die Abstände, in denen ich Artikel veröffentliche werden leider immer länger, da mir schlicht und ergreifend die Zeit fehlt, mich wieder intensiver mit dem Blogteil zu beschäftigen. Von daher bleibt meine Arbeit im Vordergrund und andere Projekte sind derzeit nicht geplant bzw. schlicht und ergreifend für mich einfach nicht möglich. Aber einfach einmal abwarten, meine Freundin geht im Sommer für 1 Jahr ins Ausland und dadurch bekomme ich zwangsläufig etwas mehr Zeit, welche ich sicher in meine Seite investieren werde.

Für meinen Teil bzw. meinen Arbeitsbereich habe ich natürlich schon weitere Pläne für die Zukunft, die weitere Entwicklung und den Weg den der E-Commerce gehen wird.

Das Webworking allgmein wird immer komplexer und umfangreicher und wird es in Zukunft natürlich noch mehr werden. Inhalte werden immer interaktiver und der User wird immer mehr in die Gestaltung und den Inhalt der Plattformen und Angebote mit einbezogen, als es seit Web 2.0 schon der Fall ist. Schon jetzt gibt es Plattformen, welche nur noch durch User Generated Content funktionieren und leben. Der User wird mehr und mehr seine Arbeit online integrieren, so das der altgeliebte Desktop wohl in einiger Zeit direkt durch einen reinen Online-Desktop ersetzt werden wird. Sprich iGoogle für den eigenen Desktop und jegliche Anwendungen werden Online bereit gestellt.

Darin sehe ich zumindest den Trend in den nächsten Jahren. Sprich das Betriebssystem selbst wird den Browser vollständig ersetzen, da der Desktop dann den Browser darstellt und alle möglichen Inhalte und Dienste direkt integriert und bereit stellt. So jedenfalls kann ich mir die nächste Stufe, also vielleicht das Web 3.0, vorstellen. On- und Offline verschmelzen vollständig, bzw. ist man mit allen Bereichen und Tätigkeiten nur noch mit Online-Applikationen und Diensten verbunden.

Auch denke ich, das man bald so etwas wie einen Dienste übergreifenden “Avatar” haben wird, mit welchem man alle Dienste uneingeschränkt verwenden und benutzen kann. Also weg von der momentanen Anonymität des Webs hin zu eindeutiger Identifikation, mit der man gleichzeitig bei Google sucht, bei eBay steigert, bei Amazon seine Bücher bestellt und bei MySpace, youTube oder Facebook seine Inhalte verwaltet. Ein Online Alter-Ego eben, der Plattform übergreifend Gültigkeit besitzt und der einem gleichzeitig jegliche Aktivitäten und Geschäfte im Web ermöglicht.

Es wird also keine eigenständigen Accounts mehr bei jedem einzelnen Dienst geben, sondern eine übergreifende Identifikationsmöglichkeit, mit der man alles uneingeschränkt verwenden kann. Der Grundstein dafür ist z.B. mit OpenID ja schon gelegt. Diese Grundidee eben weiter gedacht als eine Art Ausweis fürs Internet, ausgestattet mit allen Zahlungsmöglichkeiten, um dadurch zukünftig uneingeschränkt alles nutzen oder einkaufen zu können.

Man kennt das jetzt alles schon im kleinen Maßstab, man loggt sich bei Amazon ein und schon ändert sich der komplette Inhalt der Seite. Inhalte sind dann auf mich selbst individualisiert und zugeschnitten. Was habe ich zuletzt angesehen, gekauft oder wofür habe ich mich interessiert. Dies kennt man von mittlerweile vielen Diensten und Plattformen im kleinen oder großen Umfang. Nur werden diese Dienste und Plattformen zukünftig eben noch persönlicher bis hin zur individuellen Erscheinung und Struktur. Und mit diesen Entwicklungen werden sich die Webworker zukünftig befassen oder befassen müssen. Also weg von der Enwicklung einer Seite für eine allgemeine und unbekannte Masse, hin zum Indiviuum mit persönlicher Optik und eigens zugeteilten Inhalten.

Frank Hamm: Vielen Dank Ulf für die Einblicke in deine Arbeit und die Beantwortung meiner Fragen. Ich würde mich freuen wenn du hin und wieder mal bei mir vorbeischaust.

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Ein Kommentar zu

  • Eva

    Sehr schön!Das Interview ist echt sehr gut.Die ausführliche Information, die Monika gegeben hat, wird mir sehr helfen. Danke dafür.

  • Ja, es hat Spaß gemacht und ich danke nochmals für den netten Kontakt.

  • [...] Deutsche Blogger im Gespräch – Heute Frank Bueltge von http://bueltge.de/ [...]

  • Danke für dieses Interview. Ich bin ein Freund solcher Interviews, ich fang meist an zu lesen, will eh nich bis zum Ende lesen, und komm dann doch nich weg davon ;-)

    guck: der Link zu http://inpsyde.com/ geht nicht (ein ‘m’ ist drin).

  • Hallo Thomas, prima wenn dir das Interview gefallen hat, genau für die Leser mache ich da ja, wenn auch erst seit kurzem.
    Wäre halt schön wenn nach und nach der Blog eine gewisse Leserschaft gewinnen könnte.

    Ich versuche halt mit meinen Artikeln Erfahrungen aus meiner täglichen Arbeit weiterzugeben.
    Blogs mit die besten Tools, 100 Wege besser zu bloggen etc. gibt es schon so viele :-)

    Den Link habe ich repariert, danke für den Hinweis.

    Ich hoffe du kommst wieder :-)

    lg
    Frank Hamm

  • Das Tempo rausnehmen? Wie kannst du nur?!?! :D

  • @David: können ist das eine, aber manchmal will oder muss man auch

  • @Frank Hamm: Ich hoffe du kommst wieder
    Ich hab mal deinen Feed abonniert. Ich mach das über Thunderbird, da hab ich immer so 15 bis 20 Feeds abonniert. Kommen mal neue dazu und ab und zu müssen paar alte wieder rausfliegen, damit es nicht überfüllt.
    Also, wenns interessant bleibt, wirste mich so schnell nich wieder los ;-)

  • Hallo Frank(s),

    danke für das Interview. Es hat mich gefreut, mal wieder von Frank Bueltge was zu hören. Immer freundlich und ein WordPressler mit Leib und Seele. Ich finde es übrigens gut, dass Frank so gut wie keine Werbung in seinem Blog hat und zum Thema nicht viel sagt. Der Rummel um Moneytising des eigenen Blogs nervt mich langsam, es verfälscht und verdirbt die gute Idee des Bloggens – nämlich der Kommunikation, des Feedbacks und des Wissensaustauschs.

    Ich hätte noch kleine Anregungen an den Autor:

    1) Ich weiß, es ist nicht wichtig für die Übermittlung der Inhalte und die Zeit dazu fehlt usw., trotzdem finde ich schön, wenn Autoren ihre Inhalte korrekturlesen (MS-Word oder FF-Plugin helfen dabei). Meine Meinung: Man sieht, dass der Autor sein Handwerk und die Leser ernst nimmt und nicht nur auf Moneten abgesehen hat.

    2) Du stellst ab und zu m. M. zu viele Fragen auf einmal – es ist dann für den Antwortenden und für den Leser schwierig zu verfolgen, was beantwortet wurde, was nicht. Ich verstehe schon, dass es auch eine Hilfe für den Intervewirten sein kann im Hinblick darauf, dass er flexibel bleibt, was er von sich geben will und was nicht. Aber das kann man ja auch offen als Antwort geben, dass man über dies oder jenes nicht sprechen will.

    Ich hoffe, du betrachtest meine Anmerkungen nicht als Kritik, sondern als Anregung/Meinungsäußerung/Feedback oder ähnliches.

    Danke
    Leo

  • Ein sehr interessantes Interview. Ich muss gestehen, Herr Wenzlaff kannte ich noch nicht. Direkt mal auf die Seite gehen und umschauen. ;-)

  • Schließe mich an. Wiederum ein interessantes Interview. Vielen Dank dafür :)

  • Na dann, Gratulation!
    Ich bin auch so, und klick Werbezeugs immer gleich weg. Kann sein, wenn ich das gewonnen hätte, dann hätt ichs weggeklickt ;-) .

  • Herzlichen Glückwunsch.
    Ich hatte diesmal auch Glück und bin schon sehr gespannt auf das Magazin. :) – Dazu werde ich dann auf jeden Fall eine kurze Rezension in meinem Blog bringen.

  • [...] “Interview mit Karl-Heinz Wenzlaff von blogtrainer.de” für Frank Hamm: Frank Hamm, Webdesigner und SEO aus Rheinland-Pfalz, hat mich zu aktuellen Themen rund ums Business-Bloggen befragt. [...]

  • …. aber das Foto sieht den Typen aus Deinem Design so schön ähnlich, lass das doch…
    Ansonsten such mal nach Fotos vo George Clooney, das merkt bestimmt keiner.

    Grüße

    Oliver

  • Stimmt schon Oliver, nur die aktuelle Haarlänge entspricht deutlich eher dem in meinem Design. Hab ja beim Erstellen auch versucht das Manga mir so ähnlich wie möglich zu machen.

  • Glückwunsch.
    Das ist wahrhaftig eine tolle Sache. Das dürfte sicherlich auch nochmals einen gewissen Besucherschub geben.

  • Glückwunsch! Bin schon auf die Vorstellung und das neue Foto gespannt. :-)

  • Nochmal danke, dass du dich unseren Fragen gestellt hast. Weiterhin viel Erfolg mit deinem Blog.

    Greets Andy

  • Schön, dass wir dir ein bisschen Freude an einem tristen Mai-Donnerstag machen konnten. :-)

  • Vielen Dank Herr Theis für diese Antworten. Ich kann selber die Situation der Webworker als eher positiv einstufen und den Gang vieler Einzelpersonen in den Online-Shopping Markt bestätigen.

  • schicktanz

    hallo herr hamm,
    schöne werbung aber sie sollten unseren namen schon richtig schreiben ;-) )

  • Hallo Herr Schicktanz. Vielen Dank für den Hinweis. Spätestens jetzt weiß ich warum gerade meine neue Brille angefertigt wird. :-)